Kunstremisen in der Altstadt Spandau

 

Hier können Sie ein Panorambild des Remisenplatzes sehen:

www.casa-ev.de/kunst-und-kultur/kunstremise-spandau.html

Anfang des 13. Jahrhunderts wurde Spandau das Stadtrecht zugebilligt. Seit diesem Zeitpunkt war Spandau vornehmlich ein militärischer Stützpunkt, der zur Verteidigung der östlichen Landesgrenze genutzt wurde. Im gleichen Zuge trug die Entwicklung Spandaus erste Knospen und die wirtschaftliche Nutzung begann sich langsam auszubreiten. Von Spandaus Stadtmauer, die ebenfalls im 14. Jahrhundert errichtet wurde, ist bis heute ein 116 m langer Rest am Viktoriaufer, an der südlichen Fortsetzung des Mühlengrabens, zu sehen. Die Kunstremisen sind eben aus dieser historischen Stadtmauer entstanden.

Das Wort Remise kommt aus dem Französischen und stammt von dem Verb remettre (versorgen, wieder hinstellen) ab. Lange wurden die 22 Remisen als Versorgungsstätte für Pferde genutzt. Als eigener Bautyp kam die Remise erstmalig im 19. Jahrhundert auf. Das historische Gebäude, das in derJüdenstraße 1 liegt, zog 2002 erneut Interesse, auf sich, als die Diskussion über die Umbenennung des Straßennamens an die Öffentlichkeit drang. Der Name Jüdenstraße konnte bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgt werden. 1938 erfolgte dann eine Umbenennung der Jüdenstraße in die Kinkelstraße. Alle Straßen, die auf das Wort Juden zurückzuführen waren, wurden von den Nazis verboten und umbenannt. Erst 57 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges bekam die Straße ihren ursprünglichen Namen zurück.

2004 hat Sozial-Kukturelle Netzwerke Casa e.V. in Kooperation mit dem Spandauer Bezirksamt, Abteilung Bildung, Kultur und Sport 22 kleine Galerien geschaffen, die von Kunst- und Kulturschaffenden genutzt werden können. Künstler stellen sich vor und bieten ihre verschiedensten Kunstrichtungen der Öffentlichkeit dar. Unser Ziel ist es, Spandau um einen Kunstort zu erweitern, an dem sich Künstler und Interessierte treffen, kommunizieren, sich austauschen und verweilen.

Text und Panoramabild von Sozial-Kulturelle Netzwerke Casa e.V.

 

 

 

Ich glaube an die Notwendigkeit der Kunst, - nicht als Ersatzwelt, sondern als Symbolwelt menschlicher Realität.

      J. Christoff Ammann